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Veranstaltungen aus dem Bezirksverband
Veranstaltungen aus dem Bezirksverband

Friedensarbeit bei süditalienischer Sommerhitze

Arbeitseinsatz des Soldaten- und Kriegervereins Schaibing und des Veteranen- und Kriegervereins Obernzell auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Cassino

Gruppenbild mit Reservisten in Uniform bei einer Kranzniederlegung auf einer Ruhestätte der Kriegsgräberfürsorge

Teilnehmer nach dem Totengedenken v. l. StUffz Jonas Löhmann, Andreas Oberneder OStGefr. Rene Horsch, Andreas Müller, Hermann Müller Einsatzleiter Andreas Pilsl, Ludwig Resch, Ludwig Wintersberger, Harald Meisinger, Konrad Steinberger, Tenente Colonnello (Oberstleutnant) Antonio Trelle vom 3° Reggimento Bondone. Andreas Pilsl

Auftrag ausgeführt konnte der Einsatzleiter Andreas Pilsl am letzten Arbeitstag des Kriegsgräberpflegeeinsatzes dem Verwalter des Friedhofs Cassino melden. Acht Kameraden vom Soldaten- und Kriegerverein Schaibing und vom Veteranen- und Kriegerverein Obernzell waren auf einem Arbeitseinsatzes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Süditalien. Unterstützt wurden die Veteranen vom Panzer Pionier Bataillon 4 in Bogen. Zwei aktive Soldaten waren mit Bundeswehrfahrzeugen für den Fahrauftrag des 14-tägigen Einsatzes verantwortlich und unterstützten die Kameraden bei den Arbeiten.

Die Unterkunft war ebenfalls von der Bundeswehr organisiert. Die Teilnehmer fanden Herberge in einem Unteroffiziersheim des dritten Reggimento Bondone in Cassino. Der Kommandeur dieser Einheit lud die Kameraden am ersten Arbeitstag zu dem morgendlichen Appell ein. Nach dem Antreten gab es im Offiziersheim einen Willkommens-Kaffee und es fand der Austausch von Gastgeschenken statt. Danach ging es zum Dienst. Vom Friedhofsverwalter des deutschen Soldatenfriedhofes wurde der Arbeitsauftrag verteilt. Der Einsatzleiter Andreas Pilsl koordinierte die Aufgaben innerhalb der Gruppe. Die Arbeiten umfassten das Grasmähen, das Freischneiden der Grabsteine, die Reinigung der Grabsteine, das Entfernen von Unkraut aus den unzähligen Mauerfugen und die Instandsetzung der Wege über den Friedhof. Ausgerüstet mit dem benötigten Werkzeug wie Freischneider, Rasenmäher, benzinbetriebenen Hochdruckreiniger, Fugenkratzer und Werkzeug zum Pflasterlegen machte man sich auf dem 7,5 Hektar großen, am südlichen Ausläufer des Berges Colle Marino gelegenen Areal, an die Arbeit. Der Friedhof ist terrassenförmig angelegt. Der Höhenunterschied vom Eingang bis zur letzten Terrasse am Gipfel beträgt 40 Meter, die mehrmals täglich bei süditalienischer Sommerhitze überwunden werden mussten. Andreas Pilsl tauschte immer wieder die einzelnen Trupps, damit keiner über den Einsatzzeitraum die gleiche Arbeit machen musste.

Für die Verpflegung war die Delegation allein verantwortlich. In einer kleinen Küche am Friedhof zauberte Ludwig Wintersberger täglich frische Köstlichkeiten, die man im Aufenthaltsraum, einem kleinen Zelt mit Bierbänken, einnehmen konnte.

Zum Abschluss fand ein Totengedenken mit Kranzniederlegung auf dem Friedhof statt. Bei dem Gedenken waren neben den Verantwortlichen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auch einige Einwohner von Cassino und ein Abgeordneter des 3° Reggimento Bondone anwesend. Bei den Klängen des Liedes vom „Guten Kameraden“ wurde den Teilnehmern bewusst welch traurige Spuren die furchtbaren Ereignisse der Kriege in den Landschaften hinterließen. Andreas Pilsl dankte in einer kurzen Ansprache allen, die an dem Einsatz in irgendeiner Weise beteiligt waren. Anschließend besuchte man noch 3 Gräber von Angehörigen bzw. Bekannten der Teilnehmer, die in den Schlachten um Cassino gefallen sind. Andreas Pilsl ließ die Teilnehmer zu einem kurzen Andenken an den Gräbern antreten.

Besuch in Rom am Wochenende

Für das Wochenende hatte der Einsatzleiter ein Rahmenprogramm organisiert. Am Freitag besichtigte die Delegation das Kloster Monte Cassino. Bei einer deutschsprachigen Führung erhielt man Informationen zu dem Kloster, dessen Zerstörung 1944 und der umliegenden Kriegsschauplätze. Auf dem Rückweg vom Kloster besuchten die Kameraden einen polnischen Soldatenfriedhof. Am Samstag stand Rom auf dem Programm. In einem Kurztrip wurde das Colosseum, der Trevi Brunnen und die spanische Treppe besichtigt. Auf dem Fußweg durch Rom konnte man noch einige historische Bauwerke bewundern. Für Sonntag war Entspannung angesagt. Die Truppe legte einen Strandtag am Meer bei der Hafenstadt Gaeta ein. 

Nach dem 14-tägigen Einsatz waren sich die Teilnehmer einig, dass ein kleiner Beitrag für die Arbeit für den Frieden geleistet wurde. Planungen für einen nächsten Einsatz auf einer der insgesamt rund 830 Kriegsgräberstätten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden diskutiert. Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden wurde vom Einsatzleiter Andreas Pilsl, Harald Meisinger, Andreas Oberneder, Ludwig Resch, Konrad Steinberger Ludwig Wintersberger, alle Mitglieder im SKV Schaibing sowie Andreas Müller und Hermann Müller vom VKV Obernzell geleistet.